Durchfluss Fluessig Durchfluss Gas Druck Anwendungen & OEM
Unternehmen
Produkte
Service
Informationen
Downloads
CAD 3D Modelle
FAQs
Suche
News
Kontakt
TASIGroup
 
         
  Service & Support > FAQ-Übersicht > Schwebekörper Durchflussmessgeräte
         
  Fragen zu den Schwebekörperdurchflussmessgeräten
  – Wie funktioniert ein Schwebekörpermessgerät?
– Weshalb Betriebs- Standard- und Normliter?
– Ventil am Ein-oder Ausgang: Was ist die Entscheidungsgrundlage?
– Welche Angaben werden für die Auslegung des Messbereiches benötigt?
– Direkt ablesbare oder mm-Skala: Wann wird welche Skala eingesetzt?
– Was heisst Bl in der linken Kolonne der Durchflusstabelle?
– Wo liest man den Messwert am Schwebekörper ab?
– Wie wird ein Schwebekörpermessgerät in Betrieb genommen?
– Wie wird die Genauigkeit berechnet?
– Welche Durchflussbereiche werden mit den direkt ablesbaren Skalen abgedeckt?
  Haben Sie keine Antwort auf Ihre Frage gefunden? Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf!
 
  Wie funktioniert ein Schwebekörpermessgerät?
  Der Schwebekörper wird von der Strömung im Konus mehr oder weniger hoch getrieben.
Er bildet zwischen dem Konus und dem Umfang seine Messkante einen Ringspalt, dessen Querschnittsfläche mit zunehmender Höheposition grösser wird.

Der dabei vorhandene, konstante Druckverlust ist nur abhängig vom Eigengewicht des Schwebekörpers, abzüglich seines archimedischen Auftriebs.

Höhenstellung und Konusdurchmesser stehen in einem linearen Verhältnis zueinander, während sich der Querschnitt des Ringspaltes im Quadrat vergrössert.
Dadurch ist die Bedingung erfüllt, damit die Höhenstellung des Schwebekörpers theoretisch linear mit dem Durchfluss verläuft. Praktisch ist sie allerdings noch abhängig von der dynamischen Viskosität des Messstoffs, dem Druckunterschied sowie der Temperatur.
 
  Weshalb Betriebs- Standard- und Normliter?
  Da sich Gase gegenüber Flüssigkeiten bekanntlich komprimieren lassen, ist es im Vergleich von Gasmengen unumgänglich, die Dichte zu berücksichtigen. Diese ist wiederum abhängig von Druck und Temperatur, d.h. wenn wir zwei Gasmengen miteinander vergleichen wollen, müssen wir auch den momentanen Druck in der Rohrleitung sowie die momentan herrschende Temperatur des Gases kennen. Temperatur, Druck und Durchflussmenge zum Zeitpunkt der Messung sind die sogenannten Betriebsparameter.

Daraus können wir einfach auf die Definition des Betriebsvolumen schliessen: Das Betriebsvolumen zeigt uns also den Messwert bei den aktuellen, im Rohrsystem herrschenden Betriebsbedingungen. Wollen wir also zwei Gasdurchflüsse z.B. in Betriebslitern vergleichen, müssen wir auch dafür sorgen, dass wir in beiden Rohrsystemen die gleichen Betriebsbedingungen vorfinden. Da dies jedoch schwierig zu handhaben ist, wird die Kalibrierung der Geräte in den meisten Fällen auf normierte Druck- und Temperaturgrössen umgerechnet. Damit lassen sich auch Gase unterschiedlicher Betriebsbedingungen miteinander vergleichen. Wir sprechen vom Normliter bzw. dem Standardliter.

Die drei Grössen sind wie folgt definiert:
  EINHEIT DRUCK TEMPERATUR
  Betriebsliter aktueller Druck im System aktuelle Temperatur im System
  Standardliter 1013.25 mbar abs 20°Celsius
  Normliter 1013.25 mbar abs 0° Celsius
   
  Der US Standardliter entspricht unserem Normliter (0°C 1013.25 mbara)
Es gibt jedoch auch noch andere Bezugstemperaturen. Bei den Gaslieferanten ist die Bezugstemperetur bei 15°C.

Umrechnung Standardliter in Normliter und umgekehrt:
  Stdl = (Nl/273.15)*293.15 Nl = (Stdl/293.15)*273.15
 
  Ventil am Ein-oder Ausgang: Was ist die Entscheidungsgrundlage?
  Es gelten folgende Grundsätze:

Ist der Eingangsdruck am Eingang nicht stabil, so muss das Ventil am Eingang gewählt werden und der Fluss mit dem Regelventil nachgestellt werden.

Die Ventilanordnung muss so gewählt werden, dass sich im Messrohr ein stabiler Druck einstellt.

Das Regelventil wird am Ausgang montiert, wenn der Gegendruck nicht stabil ist. Dabei ist darauf zu achten, dass am Druckminderer der auf der Durchflusstabelle berechnete Druck eingestellt wird.

Bei Flüssigkeiten sollte das Ventil ebenfalls an den Ausgang gesetzt werden, damit allfällige in der Flüssigkeit eingeschlossene Gasblasen unter Druck ein kleineres Volumen aufweisen und sich weniger am Schwebekörper festsetzen können.
 
  Welche Angaben werden für die Auslegung des Messbereiches benötigt?
  Damit wir Ihnen eine optimale Lösung bieten können, benötigen wir folgende Angaben: Gasart, gewünschter Messbereich, Temperatur, Vordruck und Nachdruck.
 
  Direkt ablesbare Skala oder mm-Skala: Wann wird welche Skala eingesetzt?
  Die direkt ablesbare Skala (auch Produkteskala genannt) wird auf nur eine Betriebsbedingung festgelegt.

Die mm-Skala hat keine Produkteabhänigkeit. Es können verschiedene Tabellen mit unterschiedlichen Betriebsbedingungen mitgeliefert werden. Der Nachteil besteht darin, dass eine Umrechnungstabelle eingesetzt werden muss.
 
  Was heisst Bl in der linken Kolonne der Durchflusstabelle?
  – Bei der Durchflusstabelle wird grundsätzlich nur die Norm-Fluss Spalte verwendet
– Die Geräte werden auf Norm/Standardliter kalibriert
– Siehe auch Erklärung Betriebs-, Norm- und Standardliter
 
  Wo liest man den Messwert am Schwebekörper ab?
  Die Mitte der Kugel, also dort wo die Kugel den grössten horizontalen Durchmesser aufweist, dient als Ablesepunkt.
 
  Wie wird ein Schwebekörpermessgerät in Betrieb genommen?
  Einbau in die Rohrleitung
  • Der Schwebekörper-Durchflussmesser muss senkrecht eingebaut werden.
  • Durchflussrichtung von unten nach oben. Einbau-Empfehlungen siehe auch technische Richtlinie VDE/VDI. 3513 Blatt 3 » www.vdi.de
  • Die Rohrleitung zum Gerät vor dem Anschließen durch Ausblasen oder Spülen reinigen.
    Der Anschluss erfolgt mit Anschlussstücken, die der Geräteausführung entsprechen. Dabei sind die Leitungen zentrisch und möglichst spannungsfrei auf die Anschlussbohrungen des Messgerätes zu führen. Gegebenenfalls sind die Rohrleitungen abzufangen, um die Übertragung von Vibrationen auf das Messgerät zu verhindern.
  • Rohrleitungen für Gasanwendungen sind vor dem Einbau des Gerätes zu trocknen.
  • Vor der Inbetriebnahme sind die Anschlüsse auf Dichtheit zu prüfen.
Inbetriebnahme
  • Der tatsächliche Betriebsdruck und die Mediumstemperatur sind mit den Angaben in der Durchflusstabelle beziehungsweise auf dem Messrohr zu vergleichen. Abweichungen haben Messfehler zur Folge.
  • Der maximale Prüfdruck und die maximale Temperatur dürfen nicht überschritten werden (Siehe Datenblatt 139-2108 für Q-Flow und 139-2109 für V-100)
  • Die Werkstoffverträglichkeit ist sicherzustellen.
  • Nadelventil am Durchflussmesser schließen.
  • Absperrventil vor und hinter dem Messgerät langsam öffnen.
  • Bei Flüssigkeiten ist auf sorgfältiges Entlüften der Rohrleitung zu achten.
  • Bei Gasen den Betriebsdruck langsam ansteigen lassen. Prellschläge (z. B. durch
    Magnetventile) sind zu vermeiden, damit Beschädigungen am Messrohr (Glasbruch) und am Schwebekörper vermieden werden.
  • Nadelventil öffnen und den gewünschten Durchfluss einstellen.
  • Der Durchflusswert wird in der Mitte des kugelförmigen Schwebekörpers abgelesen.
 
  Wie wird die Genauigkeit berechnet?
  Relativer Messfehler vom Endwert:
  Beispiel 4% vom Messwert: Endwert 100 l/h
Messwert 50 l/h
Fehler 2 l/h
2l/h / 50l/h * 100 = 4 % vom Messwert
  Beispiel 2% vom Endwert:
Endwert 100 l/h
Messwert 50 l/h
Fehler 2 l/h
2l/h / 100l/h * 100 = 2 % vom Endwert

 
  Welche Durchflussbereiche werden mit den direkt ablesbaren Skalen abgedeckt?
  Q-Flow: *Auf Anfrage
  Durchflussbereiche Produkteskala Q-Flow
   
  V-100:  
  Durchflussbereiche Produkteskala V100
   
  Haben Sie keine Antwort auf Ihre Frage gefunden? Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf!
   
 
  Vögtlin Instruments AG – flow technology – Tel. +41 61 756 63 00 – Letztes Update: 20.07.2011