Durchfluss Fluessig Durchfluss Gas Druck Anwendungen & OEM
Unternehmen
Produkte
Service
Informationen
Downloads
Herstellerlinks
FAQ's
Suche
News
Kontakt
 
         
  Service & Support > FAQ-Übersicht > Massemesser & Regler 'red-y for gasflow'
         
  Fragen zu den Massedurchflussmessern und Reglern 'red-y for gasflow'
  – Weshalb Betriebs- Standard- und Normliter?
– Wie können die Geräte angesteuert werden (red-y smart series)?
– Welche Feldbus-Anbindung bieten die Geräte (red-y smart series)?
– Können die Geräte auch im Vakuum eingesetzt werden?
– Welche Angaben werden für die Auslegung benötigt?
– Sind die Geräte Einbaulage-Abhängig?
– Welche Möglichkeiten bietet die Software 'get-red-y'(red-y smart series)?
– Welche Gase können gemessen/geregelt werden?
– Welche Geräte-Parameter können vor Ort selber verändert werden (red-y smart series)?
– Muss ein Filter vorgesehen werden?
– Wie gross ist die Leckrate beim Mass Flow Controller (red-y smart series)?
– Wie werden die Verschraubungen abgedichtet?
– Wie können die Geräte gereinigt werden?

  Haben Sie keine Antwort auf Ihre Frage gefunden? Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf!
 
  Weshalb Betriebs- Standard- und Normliter?
  Da sich Gase gegenüber Flüssigkeiten bekanntlich komprimieren lassen, ist es im Vergleich von Gasmengen unumgänglich, die Dichte zu berücksichtigen. Diese ist wiederum abhängig von Druck und Temperatur, d.h. wenn wir zwei Gasmengen miteinander vergleichen wollen, müssen wir auch den momentanen Druck in der Rohrleitung sowie die momentan herrschende Temperatur des Gases kennen. Temperatur, Druck und Durchflussmenge zum Zeitpunkt der Messung sind die sogenannten Betriebsparameter.

Daraus können wir einfach auf die Definition des Betriebsvolumen schliessen: Das Betriebsvolumen zeigt uns also den Messwert bei den aktuellen, im Rohrsystem herrschenden Betriebsbedingungen. Wollen wir also zwei Gasdurchflüsse z.B. in Betriebslitern vergleichen, müssen wir auch dafür sorgen, dass wir in beiden Rohrsystemen die gleichen Betriebsbedingungen vorfinden. Da dies jedoch schwierig zu handhaben ist, wird die Kalibrierung der Geräte in den meisten Fällen auf normierte Druck- und Temperaturgrössen umgerechnet. Damit lassen sich auch Gase unterschiedlicher Betriebsbedingungen miteinander vergleichen. Wir sprechen vom Normliter bzw. dem Standardliter.

Die drei Grössen sind wie folgt definiert:
  EINHEIT DRUCK TEMPERATUR
  Betriebsliter aktueller Druck im System aktuelle Temperatur im System
  Standardliter 1013.25 mbar abs 20°Celsius
  Normliter 1013.25 mbar abs 0° Celsius
   
  Der US Standardliter entspricht unserem Normliter (0°C 1013.25 mbara)
Es gibt jedoch auch noch andere Bezugstemperaturen. Bei den Gaslieferanten ist die Bezugstemperetur bei 15°C.

Umrechnung Standardliter in Normliter und umgekehrt:
  Stdl = (Nl/273.15)*293.15 Nl = (Stdl/293.15)*273.15
 
  Wie können die Geräte angesteuert werden (red-y smart series)?
  Die Mess- und Regelparameter der 'red-y smart series' können analog und digital ausgelesen oder angesteuert werden:
  • Die analogen Soll-und Istwertsignale sind 0-5/10 V, 0/4-20 mA. Geräte ab Serienummer 110000ff können vor Ort mit Hilfe eines Schnittstellenkabels und der kostenlosen Software 'get-red-y' auf andere Signale umprogrammiert werden.
  • Die digitale Schnittstelle (Modbus RTU) ermöglicht nebst dem Ist- und Sollwert auch die Darstellung der aktuellen Gastemperatur und des Totalisators. Im Weiteren kann auf Alarmwerte, Seriennummern, Betriebszustände und andere nützliche Informationen zugegriffen werden.
  • Die neuste Gerätegeneration kann zusätzlich mit einer Profibus Kommunikationsplatine ausgerüstet werden. Dies ermöglicht es, unsere Geräte an ein Mastersystem anzubinden.
 
  Welche Feldbus-Anbindung bieten die Geräte (red-y smart series)?
  Die Mess- und Regelgeräte 'red-y smart series' haben standardmässig eine Modbus-RTU Schnittstelle. Optional ist neu eine Profibus DP Schnittstelle verfügbar.
Weitere Schnittstellen wie CANbus, Devicenet und Ethernet sind in Vorbereitung.
 
  Können die Geräte auch im Vakuum eingesetzt werden?
  Es ist möglich die Messgeräte in einem Vakuum einzusetzen. Nach verschiedenen Tests ist ausgewiesen, dass sowohl 'red-y smart' wie auch 'red-y compact' Geräte im Vakuumbetrieb funktionieren. Folgende Punkte sind zu beachten:
  • Das Gerät weist einen grösseren Druckverlust im Vakuumbetrieb auf. Die Verrohrung sollte deshalb möglichst gross ausgelegt werden.
  • DP muss beachtet werden. Geringer DP (<50mbar), kann zu Schwierigkeiten führen.
  • Minimal bis 300mbar Vakuum einsetzbar.
 
  Welche Angaben werden für die Auslegung benötigt?
  Wie auch beim Schwebekörper Gerät spielen die 5 W’s eine zentrale Rolle:

– Welcher Eingangsdruck?
– Welcher Ausgangsdruck?
– Welches Medium?
– Welcher Bereich?
– Welche Temperatur?

Weiter ist es von Vorteil, wenn Sie uns Informationen zu Ihrer Anlage/Anwendung geben können. Dies ermöglicht es, die optimale Lösung für Ihr Projekt anzubieten. Gerne stehen Ihnen unsere Mitarbeiter zur Verfügung.
 
  Sind die Geräte Einbaulage-Abhängig?
  Grundsätzlich sind beide Geräte ('red-y compact' & 'red-y smart') Einbaulageunabhängig. Wir empfehlen jedoch eine horizontale Einbaulage. Bei höheren Drücken (> 5 bar) kann sich in Abhängigkeit des Mediums ein zusätzlicher Offsetfehler bei vertikaler Einbaulage einstellen. Dies gilt ebenso bei schweren Gasen wie z.B. Krypton und Butan.
 
  Welche Möglichkeiten bietet die Software 'get-red-y'(red-y smart series)?
  Die kostenlose Software 'get red-y' bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten:

– Konfiguration der seriellen Computerschnittstelle
– Einstellen der Programmsprache
– Busstruktur scannen und darstellen
– Einzelne Geräte in die Busstruktur integrieren
– Auslesen der gerätespezifischen Hard- und Softwareversionen
– Anzeige des Messwertes, des Totalisators und der Temperatur eines Gerätes
– Setzen von Sollwerten
– Totalisator zurücksetzen
– Auswahl der Regelparametersätze
– PI Regelparameter einstellen und Wirkungsweise überprüfen
– Auswahl des entsprechenden Kalibrations-Datensatzes

Weiter können optional folgende Möglichkeiten freigeschaltet werden:

– Datenlogger
– Mischer
 
  Welche Gase können gemessen/geregelt werden?
  Wir bieten für folgende Gase eine Echtgaskalibrierung an:
Luft, Argon (Ar), Deuterium (D2), Helium (He), Kohlendioxid (CO2), Lachgas (N2O), Methan (CH4), Propan (C3H8), Sauerstoff (O2), SF6 (SF6), Stickstoff (N2) und Wasserstoff (H2)

Weiter werden folgende Gase mit Luft kalibriert und mit einem Berechnungsfaktor angepasst:
Acetylen (C2H2), Butan (C4H10), Ethylen (C2H4), Freon-116 (C2F6), Freaon-134a (CH2FCF3), Freon-14 (CF4), Freon-2 (CHCIF2), Freon-23 (CHF3), Freon-318 (C4F8), Kohlenmonoxid (CO), Krypton (Kr), Neon (Ne), Propen/Propylen (C3H6), Stickstoffmonoxid (NO), Xenon (Xe)

Nicht möglich ist der Einsatz von sämtlichen toxischen, ätzenden und oxidierenden Gasen.
 
  Welche Geräte-Parameter können vor Ort selber verändert werden (red-y smart series)?
  Die Geräte werden von uns auf die von Ihnen angegebenen Parameter kalibriert und justiert.

Sie haben die Möglichkeit, mit der Software 'get red-y' die Regelparametersätze 'Schnell', 'Mittel' oder 'Langsam' auszuwählen. Im Weiteren stehen Ihnen 2 Regelparametersätze zur Verfügung, welche Sie nach Ihren Bedürfnissen definieren können.

Bei Geräten der red-y smart series ab Seriennummer 110'000 können die analogen Soll- und Istwerte selber umgestellt werden (z.B. von 4..20 mA auf 0..10 V). Damit auf die Geräte zugegriffen werden kann, wird ein Schnittstellenkabel und ein Steckernetzteil benötigt. Dieses Zubehör kann direkt bei Vögtlin Instruments AG bezogen werden.

Weitere Anpassungen, wie Durchflussbereich und Dynamik, können durch Vögtlin Instruments AG vorgenommen werden. Kontaktieren Sie dazu unseren Service.
 
  Muss ein Filter vorgesehen werden?
  Grundsätzlich muss bei Flaschengasen oder bei sauberen und trockenen Gasen kein Filter eingesetzt werden.

Eine Gefahr besteht jedoch bei der Inbetriebnahme der Geräte, da oft Schmutzteile in der Leitung vorhanden sind. Es empfiehlt sich, ein Bypass System zu installieren, damit die Leitung gespült oder bei allfälligen Reparaturen freigelegt werden kann.

Wird mit Umgebungsluft gearbeitet, empfiehlt sich die Installation eines Feuchtigkeits- und Staubfilters.
 
  Wie gross ist die Leckrate beim Mass Flow Controller (red-y smart series)?
  Wir garantieren bei unseren Geräten eine Leckrate von:

1x10-6 mbar l/s He, nach aussen
1x10-6 mbar l/s He, Regelventil


Ein zusätzliches Auf- Zu-Ventil ist daher nicht notwendig. Wir empfehlen jedoch, bei toxischen oder brennbaren Gasen ein zusätzliches Ventil einzusetzen.
 
  Wie werden die Verschraubungen abgedichtet?
  Verwenden Sie geeignete Verschraubungen, welche vorzugsweise mit O-Ringen stirnseitig gegen den Gerätekörper abdichten.

Es darf kein flüssiges Dichtmittel eingesetzt werden. Noch nicht ausgehärtet, kann es sich bei Durchfluss im ganzen Messgerät verteilen.

Bitte verwenden Sie keine Teflondichtungen, diese können zu Verstopfungen im Strömungsteiler führen.
 
  Wie können die Geräte gereinigt werden?
  Sollten Verdachtsmomente auf eine Verschmutzung hinweisen (plötzliche Abweichung des Messwertes bei bekannten Prozessen, sichtbare Spuren in der Verrohrung usw.) versuchen Sie zuerst, das Gerät mit trockenem Inertgas (N2) zu spülen. Je nach Verschmutzung kann es erforderlich sein, das Gerät zu demontieren.
Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

– Verwenden Sie ausschliesslich die vorgesehenen fachgerechten Werkzeuge.
– Gehen Sie äussert behutsam mit dem Gerät und den einzelnen Komponenten um.
– Sorgen Sie für eine saubere Demontage-Umgebung.
– Lösen Sie nie eine Torx Schraube.
– Berühren Sie auf keinen Fall die Elektronikplatine oder elektronische Komponenten.

Nach der Reinigung sollten Sie das Gerät bei Gelegenheit durch Ihren Vertriebspartner überprüfen lassen. Die Garantie erlischt auf jeden Fall mit der Demontage des Gerätes.

  Haben Sie keine Antwort auf Ihre Frage gefunden? Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf!
   
 
  Vögtlin Instruments AG – flow technology – Tel. +41 61 756 63 00 – Letztes Update: 25.07.2010